Lee Vining, Mono Lake, 11. Oktober 2011
Vor wenigen Tagen noch war ich sehr ungnädig mit den Motels dieses Landes. Nannte sie langweilig, einfallslos, sedierend. Ich nehme nichts davon zurück, außer, dass es keine, überhaupt keine guten, alten Motels mehr gibt. Denn zumindest eines existiert. Im winzigen Kaff Lee Vining am Mono Lake, das sich Gateway to Yosemite nennt, tatsächlich aber eher in dessen Windschatten liegt, zwischen dem Ostausgang und Nevada.
Hier steht das kleine, wundervolle El Mono Motel. Ein windschiefes Holzhaus, ein leuchtendes Vacancy-Schild, sonst keine Leuchtreklame. Auch keine geschmacklosen Blümchen-Überdecken, keine Mikrowellen und Mr.-Coffee-Maschinen im Zimmer, auch kein Fernseher. Dafür stilsicher eingerichtete Zimmer, mal mit Bad mal ohne, ein wunderschöner Garten – und ein richtig hübsches Café. Hier kann man nicht nur schlafen, hier kann man sich aufhalten, ja, sich sogar wohlfühlen.
Liebe Leute, wer auch immer im Yosemite Park Urlaub macht oder sich in der Nähe aufhält. Bitte bucht ein Zimmer im wunderbaren El Mono Motel. Serengeti darf nicht sterben. Und auch dieses Motel ist vielleicht das letzte seiner Art.











