Leesburg, Virginia, 4. April 2009
Wenn es früher irgendwelche deutschen Lokale in den USA gab, waren das klassische Wirtshäuser à la october fest, Wurst & Kraut, Bier und Schuhplattler.
Die Zeiten ändern sich. In Leesburg, Virginia, eine halbe Stunde von Washington DC entfernt, gibt es eine große deutsche Gemeinde. Und aus ihr hat sich ein typisches deutsches Lokal gegründet – allerdings eines der neuen Generation – innovative, wie die Aufschrift im Fenster verspricht: das döner bistro mit Biergarten.
Hier gibt es – Döner (fresh lean meat from the rotisserie in a hot flatbread with a choice of salad and sauce) oder Falafel oder, ja auch: Schnitzel und Bratwurst. Außerdem Bionade und Weißbier.
Das alles ohne antiquierte Folklore aus Kaisers Zeiten, dafür mit Liebe zum Detail. Das Thermometer auf der Terrasse, ein Werbegeschenk von Haribo (macht Kinder froh und Erwachsene ebenso), die Biertischgarnituren original deutsch.
Und Sonntag um 11 und Samstag um 9.30 Uhr, also pünktlich zum Anpfiff: Bundesliga-Stammtisch. Eines aber hat mich dann doch schockiert: Die Bedienung trägt ein Trikot von Hertha BSC.











Und? Hat die Bedienung (m/w?) sich vernünftigerweise vom Trikot getrennt? Und wenn ja, im Tausch wofür…
OK, sind keine existenziellen Fragen.
Die Bedienung (w) hat nur Döner gegen Dollar getauscht, sonst nix!